Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 4. Band, 1974

schimpfen, Vb.

schimpfen /Vb./
1. über jmdn., etw. laut durch Worte seinen Unwillen äußern, heftig schelten: laut, tüchtig, umg. mächtig⌝, grob, wüst, unflätig s.; immerzu, umg. in einem fort⌝ s.; fluchen und s.; Wieder bist du unpünktlich! schimpfte er; umg. er schimpft wie ein Rohrspatz (erregt und laut) in gemeinen Worten s.; auf, über jmdn., etw. s.: sie schimpften auf, über ihn, auf, über das schlechte Wetter; umg. mit jmdm. s.: die Mutter schimpft mit ihrem ungezogenen Kind (schilt es aus) er kann das Nörgeln und Schimpfen nicht lassen
2. umg. jmdn. etw. s. meist zu Unrecht jmdn. mit einem kränkenden Namen benennen: jmdn. (einen) Feigling, Betrüger, Dieb, Faulenzer, Lügner s.; salopp spött. /sich s. + Nomen / etw. zu sein behaupten, sich nennen: Und Sie schimpfen sich Handwerksmeister? Können nicht mal rechnen! Fallada Jeder stirbt 494; und sowas schimpft sich nun Fachmann;

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Scharade schlauchen
Zitationshilfe
„schimpfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schimpfen>, abgerufen am 23.10.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)