Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schlängeln, Vb.

schlängeln /Vb./
1. sich s. sich in einer Schlangenlinie gleitend fortbewegen /von Schlangen/: die Natter schlängelte und wand sich (im Sand); die Viper schlängelte sich durch das Gras, über die Steine; [der] Fischotter, der sich im Wasser windet und schlängelnd (wie eine Schlange) dahingleitet R. Gerlach Vierfüßler 13
2. etw. schlängelt sich (durch etw.) etw. verläuft in einer Schlangenlinie: ein Bach, Weg schlängelt sich durch die Wiesen, durch das Tal; ein schmaler Pfad schlängelt sich durch den dichten Wald, um einen Berg; ein Fluß schlängelt sich in tausend Windungen; In Serpentinen schlängelten sich die Straßen Molo Ein Deutscher 196
3. jmd. schlängelt sich (durch etw.) jmd. bewegt sich mit großer Wendigkeit, unter geschickter Umgehung aller Hindernisse in einer bestimmten Richtung (zu Fuß) fort, gelangt durch etw. hindurch: er schlängelt sich durch die Menschenmassen; die Kellner schlängelten sich durch die Tischreihen; sich durch die parkenden Autos, Wagenkolonnen s.; /übertr./ umg. der Betrüger schlängelte sich geschickt durch die Paragraphen des Gesetzes (wußte geschickt die Lücken in den Gesetzen auszunutzen)
4. /nur im Part. Prät./ geschlängelt in Form einer Schlangenlinie, wie eine Schlangenlinie geformt: eine geschlängelte Linie; ein geschlängelter Bach, Weg; Eng und geschlängelt waren viele der Gassen Becher 4,315 (Abschied)

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Zitationshilfe
„schlängeln“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schlängeln>, abgerufen am 27.09.2020.

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