Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schlüpfrig, Adj.

schlüpfrig /Adj./
1. feucht, schmierig und glatt, daß man keinen Halt findet, glitschig: ein s. Boden; s. Wege, Straßen; die Fahrbahn war s.; s. Stufen; Die Autobahn … war, in raschem Wechsel, teils mit schlüpfrigem Schneematsch, teils mit Glatteis bedeckt Bronnen Deutschland 15; der Aal hat eine s. Haut /bildl./ unsicher, gefährlich: Höre, Mortimer! / Es ist ein schlüpfrig glatter Grund, auf den / Du dich begeben Schiller Stuart II 7; abwertend [er] wünschte sich auch nichts Besseres, als daß sie die schlüpfrigen (unzuverlässigen) Bundesgenossen los werden könnten Ric. Huch Dreißigjähr. Krieg 2,138
2. /übertr./ abwertend zweideutig, anstößig, unanständig: ein s. Witz, Scherz; s. Bemerkungen, Lieder, Reden, Geschichten; ein s. Roman; die Szene war (ziemlich, etwas) s.;

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ