Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schlürfen

schlürfen, schlürfte, hat geschlürft/ ist geschlürft
1. eine Flüssigkeit geräuschvoll in den Mund einsaugen(hat:) laut, vernehmlich s.; er hat beim Essen gräßlich geschlürft; Unbeobachtet von den Eltern konnte ich schlürfen und schmatzen wie ich wollte Becher 4,230 (Abschied) ; ein heißes Getränk vorsichtig s.; die Kühe schlürften das Wasser gierig, in, mit vollen, langen Zügen;
2. ein wohlschmeckendes Getränk langsam und mit Genuß in kleinen Schlucken trinken(hat:) gemächlich ein Glas Wein, einen edlen Tropfen s.; ein Gläschen Likör, Kognak s.; Wir schlürften Tee, bissen in das duftende Gebäck Jahnn Niederschrift 1,576; /bildl./ etw. geistig genießen: Mit allen Sinnen schlürfte der Heimatlose den vielfältigen Zauber des Zuhauseseins Hesse 3,84
3. landsch. umg. s. schlurfen

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Zitationshilfe
„schlürfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schlürfen>, abgerufen am 22.09.2020.

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