Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schlaff, Adj.

schlaff /Adj./
nicht straff
a) nicht gespannt, locker: die Segel hingen s. in den Masten; das Kabel hing s. herab; das Seil ist zu s.; sie vergißt, den linken Strumpf hochzuziehen, der sich schlaff um ihre Wade ringelt Steinberg Uhren 391; Schlaffe Bauchdecken … führen zu Darmträgheit und Senkung der Baucheingeweide Gesundheit 1966; /übertr./ An Stelle der wachsenden Spannung … war jetzt eine dumpfe Leere, eine schlaffe Gleichgültigkeit getreten Nabl Ortliebsche Frauen 426
b) kraftlos, schwach, müde: s. Muskeln, Glieder haben; er reichte mir seine s. Hand, ließ die Arme s. herabhängen; er lag s. in seinem Sessel /übertr./ er ist ein s., weichlicher Charakter, hat ein s. Wesen; Überall sah er [List] die Wirkungen der Uneinigkeit, der schlaffen Regierungen Molo Ein Deutscher 297; s. sein;
c) welk, erschlafft: s. Wangen; ein s. Mund; seine Haut, ihr Gesicht war grau und s. geworden;

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Scharade schlauchen
Zitationshilfe
„schlaff“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schlaff>, abgerufen am 08.08.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum WDG – Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache