Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schlauchen, Vb.

schlauchen /Vb./
1. landsch. salopp jmdn. s. jmdn. scharf herannehmen, viel arbeiten lassen; etw. schlaucht jmdn. etw. strengt jmdn. bis zur äußersten Erschöpfung an: diese Arbeit hat mich richtig, ziemlich geschlaucht;
2. salopp viel Alkohol trinken: Joseph, der auch hinreichend geschlaucht hatte, fing plötzlich an zu witzeln Turek Wende 255
3. salopp auf jmds. Kosten gut leben: bilde dir nicht ein, daß du nun den ganzen Tag bei mir schlauchen kannst! So nich! Er betastete mit sorgenvoller Miene seinen Tabakbeutel, dessen Inhalt beinahe um die Hälfte zusammengeschrumpft ist Nachbar Mond 21
4. fachspr. eine Flüssigkeit, Getränke s. eine Flüssigkeit, Getränke durch einen Schlauch in Fässer leiten: [das] Jungbier kann in die Lagergefäße des Lagerkellers geschlaucht werden Urania 1959

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Zitationshilfe
„schlauchen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schlauchen>, abgerufen am 27.09.2020.

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