Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schleudern

schleudern, schleuderte, hat geschleudert/ ist geschleudert
1. etw., jmdn. mit kräftigem Schwung werfen(hat:) d. Ball, Speer s.; etw. weit, hoch s.; der Sturm schleuderte das Schiff gegen ein Riff; er schleudert den Stuhl in die Ecke; die Schuhe von den Füßen s.; jmdm. etw. an den Kopf s.; bei dem Zusammenstoß wurde er aus dem Wagen geschleudert; Klüttig … schleuderte ihn gegen die Wand Apitz Nackt unter Wölfen 220; jmdn. in einen Graben, zu Boden, zur Seite s. /bildl./ der Scheinwerfer schleudert grelle Lichtbündel in die Nacht; jmdm. harte Worte an den Kopf s. (jmdm. heftig entgegnen) jmdm. Vorwürfe, Beleidigungen ins Gesicht s.; Einen letzten Blick voll wilder Verachtung hatte er noch auf Engelhard geschleudert Eulenberg Sonderbare Geschichten 73; Flüche gegen jmdn. s.; hist. geh. der Papst schleuderte den Bannstrahl gegen ihn (tat ihn in den Bann)
2. etw. in der Schleuder bearbeiten, zentrifugieren(hat:) Honig, Wäsche s.;
3. bei schneller Fahrt auf glatter Fahrbahn mit den Hinterrädern eines Fahrzeugs nach links oder rechts abgleiten, wegrutschen(ist/ hat): d. Auto, Motorrad schleudert; in der Kurve ist, hat das Fahrzeug geschleudert; ins Schleudern kommen; auf der nassen Straße, in der Kurve ins Schleudern geraten;

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Zitationshilfe
„schleudern“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schleudern>, abgerufen am 01.10.2020.

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