Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schmachten

schmachten, schmachtete, hat geschmachtet
1. geh. unter Entbehrungen leiden, bes. hungern, dürsten: in der Hitze s.; Wir haben ferner auch unserer Kämpfer zu gedenken, die heute in den Verließen und Festungen der Bourgeoisie schmachten Thälm. Reden 1,168; im Kerker s.; afrikanische Menschen schmachteten unter der Herrschaft ihrer Kolonialherren;
2. geh. nach etw., jmdm. s. sich sehr stark, leidend nach etw., jmdm. sehnen: nach einem erfrischenden Trunk, nach Ruhe s.; Die guten Freunde schmachteten nach dem Labsal eines Wortes François Letzte Reckenburgerin 56; Ich bin der, der nach dir schmachtet, / Paris, der dich zärtlich liebt Hacks Schöne Helena 8; /oft im Part. Präs./ salopp schmachtend sentimental, schmalzig: schmachtende schwarze Augen; ein schmachtendes Lied (zur Laute singen); man hörte sie von Bord zu Bord … die schmachtenden Walzer Gaiser Nascondo 72

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