Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schmatzen, Vb.

schmatzen /Vb./
salopp
1. mit dem Munde ein Geräusch erzeugen, das durch plötzliches Öffnen und Schließen der Lippen entsteht: beim Essen s.; behaglich, breit, geräuschvoll, wie ein Säugling, salopp derb Schwein⌝ s.; du sollst nicht s.!; s. und schlingen, s. und schlürfen; (etw.) schmatzend essen; Der Hund war ins Wasser gesprungen und trank gierig schmatzend R. Werner Benario 386; (beim Sprechen) mit den Lippen s.; [er] küßte ihn … mit fettem Schmatzen einmal auf die linke, einmal auf die rechte Wange Schallück Reineke 109; ein schmatzendes Geräusch /übertr./ die Felder, vom Schmelzwasser getränkt, schmatzen unter ihren Schritten Frisch Stiller 462; schmatzende Sümpfe; das Wasser schmatzt (und gluckst); Vorsichtig wurden die Füße aus dem Schlamm gezogen. Das schmatzte und schnalzte Apitz Nackt unter Wölfen 328
2. etw. geräuschvoll essen oder trinken: Hartinger … der in der Schulpause trocken Brot aß, während wir unsere Buttersemmeln schmatzten Becher 4,39 (Abschied) wie es [das Kind] vergnügt die rinnende Milch schmatzt Weisenb. Mädchen 172

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Zitationshilfe
„schmatzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schmatzen>, abgerufen am 22.09.2020.

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