Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schmelzen

1schmelzen(er schmilzt,) schmolz, ist geschmolzen
durch Hitze, Wärme flüssig werden, sich auflösen: d. Eis, Schnee schmilzt im Frühling; die Gletscher schmolzen schnell; Glas zum Schmelzen bringen; /bildl./ sich vermindern, dahinschwinden: das Vermögen war bis auf einen kleinen Rest geschmolzen; geh. in deinem Rücken aber schmilzt die Zeit Jens Götter 15; d. Befangenheit, Beklemmung, Zweifel schmolz; /übertr./ etw. schmilzt etw. wird weich: bei dieser Überredungskunst schmolz sein harter Sinn; ihm schmolz das Herz (er war gerührt) bei diesen Bitten /oft im Part. Präs./ schmelzend weich, einschmeichelnd, besonders gefühlvoll: süß und schmelzend waren die Töne der Nachtigall; abwertend sentimental: schmelzende Melodien; Meine Leonora! girrt sie. Ihrer schmelzenden Stimme antwortet niemand H. Mann 7,669 (Vollendung Henri Quatre)

WDG, 5. Band, 1976

schmelzen

2schmelzen(er schmilzt/ er schmelzt,) schmolz/ schmelzte, hat geschmolzen/ hat geschmelzt
etw. Festes durch Hitze, Wärme flüssig machen, auflösen: Erz, Roheisen, Silber s.; das Gold wurde geschmolzen; [die Arbeiter] schmelzten 26,31 Tonnen Stahl je Stunde Tageszeitung 1966; die Sonne hat das Eis geschmolzen;

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Zitationshilfe
„schmelzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schmelzen>, abgerufen am 01.10.2020.

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