Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schmieden

schmieden, schmiedete, hat geschmiedet
1. glühendes Metall, bes. Eisen, mit dem Hammer bearbeiten, formen: Eisen s.; das Eisen mit der Hand s. /sprichw./ man muß das Eisen s., solange es glüht, solange es heiß ist (man muß die günstige Gelegenheit wahrnehmen) /bildl./ jmd. ist an etw., jmdn. geschmiedet jmd. ist an etw., jmdn. gefesselt: er ist an den Rollstuhl geschmiedet; die kleine Matzke, so jung und schon an einen alternden Tyrannen geschmiedet Benn 1,130
2. Gegenstände dadurch herstellen, formen, daß man glühendes Metall, bes. Eisen, mit dem Hammer bearbeitet: Nägel, Hufeisen, Gitter, Ketten, Kunstgegenstände s.; eine geschmiedete Laterne; geschmiedete Maschinenteile /bildl./ Hat nicht mich zum Manne geschmiedet / Die allmächtige Zeit Goethe Prometheus; Die Republik von Brüdern ist zu schmieden, / Die nicht mehr in Parteien aufgelöst Weinert Zwischensp. 882; umg. Reime s. (schlecht und recht reimen) /übertr./ ein Komplott wurde geschmiedet; Pläne (für die Zukunft) s. (entwerfen) geh. Ränke s. (ersinnen)

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Zitationshilfe
„schmieden“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schmieden>, abgerufen am 22.09.2020.

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