Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schmoren, Vb.

schmoren /Vb./
1. etw. schmort etw. wird nach dem Anbraten im verdeckten Topf oder Tiegel langsam in wenig Flüssigkeit gar: d. Fleisch, Speck, Braten, Gemüse schmort (im Topf); im Topf schmort es; Ein köstliches Geschenk ist es, wenn ein Apfel auf der heißen Ofenplatte schmort (brät) Steinberg Einzug 228; /übertr./ salopp jmd. schmort im eigenen Saft (ist sich selbst überlassen, denkt über die eigene Lage nach) ; er wird … in Untersuchungshaft gesetzt. Dort schmort er (muß er sich gedulden) mehr als ein Jahr Weltbühne 1950; unbearbeitet liegenbleiben: der Antrag schmort monatelang, seit einem Jahr (im Schreibtisch);
2. etw. in Fett anbraten und im verdeckten Topf oder Tiegel mit wenig Flüssigkeit gar werden lassen: Fleisch, Gemüse, den Braten s.;
3. salopp jmd. schmort jmd. schwitzt, jmdm. ist es heiß: jmd. schmort in der prallen Sonne; in der Hitze, bei dieser Temperatur haben wir ganz schön geschmort; am Strand liegen und s.;
4. Elektrotechn. umg. infolge zu hohen Stromdurchflusses sich stark erhitzen: die Lichtleitung, ein Kabel schmort;

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Zitationshilfe
„schmoren“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schmoren>, abgerufen am 22.09.2020.

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