Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schnöd, schnöde, Adj.

schnöd(e) /Adj./
geh. abwertend
1. verachtenswert, nichtswürdig, unehrenhaft: s. Habsucht, Mißtrauen, Undank, Verrat, Wortbruch; er hat seinen s. Lebenswandel aufgegeben; Der Admiral Coligny hatte kämpfen müssen um eine schnöde Welt H. Mann 6,266 (Jugend Henri Quatre) ; sie hatte ihn s. hintergangen, beleidigt; s. gegen jmdn. handeln; sich s. betragen; bei einer Aufgabe s. versagen; ein s. (kümmerlicher) Trost minderwertig, nichtig: um s. Geldes, Gewinnes, Mammons willen etw. tun; nur des s. Beifalls wegen hatte er seine Ehre aufs Spiel gesetzt;
2. mit, voll Verachtung: etw. in s. Ton äußern, sagen; Ich warf einen schnöden Blick auf das Buch Werfel Abituriententag 183; sich s. äußern; jmdn. s. behandeln; jmdm. s. den Rücken kehren; kalt abweisend, rücksichtslos, gefühllos: ihr s., herzloses Geschwätz; eine s., kränkende Antwort; jmdn. s. abweisen, abfertigen; jmdn. s. im Stich lassen, aufsitzen lassen;

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Zitationshilfe
„schnöd“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schnöd>, abgerufen am 24.09.2020.

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