Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schneidig, Adj.

schneidig /Adj./
umg.
1. draufgängerisch, kühn, waghalsig: ein s. Bursche; eine s. Abfahrt brachte dem Schiläufer den Sieg; Schon mancher Waldkauz hat einen Störenfried schneidig attackiert Natur u. Heimat 1962
2. sportlich elegant, flott aussehend oder wirkend: jmd. sieht s. aus; ein Mann von schlankem und s. Äußern; er machte in dem Sportanzug eine s. Figur;
3. veraltend knapp und abgehackt, gewollt markig und energisch, meist mit überheblicher Haltung verbunden: eine militärisch s. Ansprache; etw. in s. Ton sagen; Pfeifen und schneidige Stimmen gellten über das Gelände, auf dem wir schweißtriefend liefen und umherkrochen Marchwitza Jugend 355; als er im Bürozimmer einigen Neuen schneidig und rasselnd ein Garnison-Erlebnis erzählte Welk Hoher Befehl 306

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Zitationshilfe
„schneidig“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schneidig>, abgerufen am 22.09.2020.

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