Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schroff, Adj.

schroff /Adj./
1. steil aufragend oder jäh abfallend: s. Felsen; der Gipfel ragte s. in die Höhe; s. und unvermittelt erhebt sich das Hochland; der Rand des Hochplateaus fällt s. ab;
2. unfreundlich, barsch: etw. s. ablehnen, abwehren; s. abgewiesen werden; jmdn. s. behandeln; er sprach hart, beinahe s.; sie unterbrach ihn s.; seine Erwiderung wirkte s. und ungeduldig; er fragte in einem s. Ton; eine s. Ablehnung, Weigerung; sein s. Auftreten stieß viele ab; ihre s. Art enttäuschte ihn;
3. plötzlich, abrupt: sie erhob sich s., trat s. an den Tisch; er wandte sich s. um; Ich denke … über Ninas so schroff wechselndes Verhalten nach Rinser Mitte 171; ein s. Temperaturwechsel; kraß: ein s. Gegensatz, Unterschied, Kontrast; Wie ein guter Dichter, liebt die Natur keine schroffen Übergänge Heine 3,25 (Harzreise)

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Schnitt Schwangerschaftsurlaub
Zitationshilfe
„schroff“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schroff>, abgerufen am 24.09.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum WDG – Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache