Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schunkeln

schunkeln, schunkelte, hat geschunkelt/ ist geschunkelt
umg.
1. aus Vergnügen mit untergehakten Armen im Rhythmus der Musik, bei fröhlichem Gesang
a) sich hin- und herwiegen(hat:) alt und jung schunkelte im Saal, hat beim Karneval geschunkelt; er hatte seine Nachbarin zum Schunkeln untergehakt;
b) sich wiegend vorwärtsbewegen(ist:) wir hielten uns untergefaßt und schunkelten durch die Wirtshäuser und durch die Straßen Fühmann Judenauto 48
2. sich hin- und herbewegen
a) schaukeln(hat:) d. Kutsche, Boot hat mächtig geschunkelt; Selbst sich überlassen, ein Kanu / Schunkelt leer im abendlichen Schilfe Weinert Zwischensp. 36
b) sich schaukelnd vorwärtsbewegen(ist:) die Kleinbahn schunkelte gemütlich übers Land, durch das Tal; so ist denn die gute, tote, junge Frau in wundervollen Bogen auf ihrem Schlitten bis in den Hafen von Lübbenau geschunkelt Welk Grambauer 473

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Zitationshilfe
„schunkeln“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schunkeln>, abgerufen am 01.10.2020.

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