Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schwatzen, Vb.

schwatzen /Vb./
1. umg. zwanglos und gemütlich miteinander über alles mögliche Alltägliche plaudern, sich unterhalten: miteinander, mit jmdm. (unbekümmert, ohne Scheu vor Mithörern) s.; wir saßen gemütlich beisammen und schwatzten bis tief in die Nacht; ich muß arbeiten, s. können wir später; von jmdm., über jmdn. s.; Ringsum sitzen braungebrannte Menschen, die rauchen und vergnügt schwatzen Weisenb. Mädchen 50
2. salopp abwertend anhaltend, oberflächlich und störend vieles und Törichtes daherreden: ohne Rücksicht auf andere, unbekümmert über alles mögliche s.; sie kann nicht verantworten, was sie da schwatzt; dummes, unnützes Zeug s.; sie hatten geschwatzt, bis sie heiser waren; ein ungeniert von seinen Erlebnissen schwatzender junger Mensch; jmd. schwatzt das Blaue vom Himmel herunter (redet pausenlos) Unsinn, kariert s. (unlogisch, durcheinander, sinnlos reden) umg. abwertend den Unterricht durch heimliches Reden stören: ihr sollt nicht so viel s.; er bekam wegen Schwatzens einen Tadel;
3. umg. abwertend etw. verraten, ausplaudern: wenn er schwatzt, sind wir verloren; aus der Schule s. (etw. ausplaudern, das nur Eingeweihte wissen dürfen)

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Zitationshilfe
„schwatzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schwatzen>, abgerufen am 25.09.2020.

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