Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schweigen

schweigen, schwieg, hat geschwiegen
nichts sagen, keine Antwort geben, still sein: er schwieg wie ein Fisch, wie das Grab; betroffen, verlegen, ratlos, hilflos, verstockt, trotzig, beharrlich, eisern, ergriffen s.; ich habe gegen jedermann geschwiegen; auf eine indiskrete Frage, über vertrauliche Mitteilungen s.; umg. scherzh. darüber schweigt des Sängers Höflichkeit (darüber spricht man nicht) von jmdm., etw. ganz zu s.: [der Saint-Simonismus] ohne den weder ein Büchner, ein Heine, noch ein Herwegh zu denken sind, vom Jungen Deutschland ganz zu schweigen (vom Jungen Deutschland gilt das Vorhergesagte in besonderem Maße) Dt. Literaturzeitg. 1960; zu diesen Anschuldigungen konnte er nicht s.; er hatte derartige Frotzeleien immer schweigend hingenommen; schweigend zuhören; schweigende Ablehnung, Zustimmung; /bildl./ der Lärm schweigt (hat aufgehört, ist nicht mehr zu hören) ein Sender schweigt (sendet nicht, fällt aus) Dennoch müßten … die Waffen schweigen (es müßten die Kampfhandlungen eingestellt werden) Tageszeitung 1955;

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Zitationshilfe
„schweigen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schweigen>, abgerufen am 30.09.2020.

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