Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schwinden

schwinden, schwand, ist geschwunden
allmählich immer weniger, geringer werden, bis nichts mehr übrig ist
a) geh. abnehmen, nachlassen, sich verringern: d. Nebel, Tageslicht schwindet; meine Vorräte, Reserven s. von Tag zu Tag mehr; sein Augenlicht, Gedächtnis, Einfluß, Mißtrauen schwand nach und nach; ihm schwand allmählich, immer mehr der Mut; er zählte seine rasch schwindende Barschaft nach; seine Hoffnung ist schon fast völlig geschwunden; etw. ist im Schwinden (begriffen) (etw. verringert sich ständig, nimmt immerzu ab)
b) geh. vergehen: die Jahre s.; der Sommer schwand, und es wurde Herbst; jmdm. s. die Sinne, schwindet das Bewußtsein (jmd. verliert das Bewußtsein, wird ohnmächtig) ent-, verschwinden: d. Schiff, Flugzeug schwand aus seinem Blick, unseren Augen; am nächsten Morgen war der Schnee geschwunden; plötzlich, jäh war das Lächeln von ihrem Gesicht geschwunden; das war völlig, ganz und gar aus meinem Gedächtnis geschwunden; sie trauert den geschwundenen Illusionen nach, beklagt das Schwinden der Zeit, Jahre;
c) fachspr. unter bestimmten physikalischen Bedingungen um ein bestimmtes Maß an Rauminhalt verlieren: frisches Holz schwindet beim Trocknen;
d) Rundf. durch Interferenz an Lautstärke verlieren: ein Sender schwindet;

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Zitationshilfe
„schwinden“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schwinden>, abgerufen am 22.09.2021.

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