Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

schwirren

schwirren, schwirrte, ist geschwirrt/ hat geschwirrt
1. sich mit surrendem, zitterndem Geräusch schnell durch die Luft bewegen(ist)
a) mit schnellen, hörbaren Flügelschlägen fliegen: e. Fliege, Maikäfer, Falter schwirrt um die Lampe, ist durch das Zimmer geschwirrt; eine schwirrende Mücke; Zool. im Schwirrflug fliegen
b) (mit surrendem Geräusch) durch die Luft sausen: e. Gewehrkugel, Pfeil schwirrt durch die Luft; Granatsplitter schwirrten ihm um die Ohren; Schneeflocken s. (wirbeln) gegen die Fensterscheibe /bildl./ Rufe, Fragen schwirrten durch den Saal; Pläne, Gedanken, Zahlen s. durch jmds. Kopf; Gerüchte schwirrten durch die Stadt
2. bei schneller Bewegung (durch die Luft) ein surrendes, zitterndes Geräusch erzeugen(hat)
a) beim Fliegen: das leise, feine Schwirren der Mücken machte ihn nervös;
b) bei akustisch wahrnehmbaren Schwingungen: der Ventilator schwirrt leise; leise schaudernd hörte ich das Geschirr im Glasschrank schwirren Fussenegger Antlitz 101; die Telegrafendrähte haben geschwirrt; das Schwirren der Flugzeugpropeller; ein helles, schwirrendes Lachen Andres Liebesschaukel 173; /übertr./ umg. jmdm. schwirrt der Kopf jmd. ist durch allzu viele Eindrücke überanstrengt und kann keine klaren Gedanken fassen: ihm hat vom Lernen, angestrengten Zuhören, von den vielen neuen Eindrücken der Kopf geschwirrt;

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Zitationshilfe
„schwirren“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/schwirren>, abgerufen am 29.09.2020.

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