Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

seßhaft, Adj.

seßhaft /Adj./
1. ein s. Volk (Volk mit festem Wohnsitz, das nicht nomadisiert) Nomaden an ein s. Leben (Leben mit festem Wohnsitz) gewöhnen s. werden sich an einem Ort niederlassen, dort einen festen Wohnsitz nehmen: sie gaben ihr Wanderleben auf und wurden s.; mein Freund, s. (wohnhaft) in Dresden sich auf dem Lande s. machen;
2. ein bestimmtes Gebiet als Aufenthaltsort bevorzugend, nicht ohne Not verlassend: viele Tiere sind sehr s.; Blattläuse sind ein seßhaftes Völkchen, das wenig Bewegung macht K. v. Frisch Du u. das Leben 185; umg. scherzh. lange Zeit (auf seinem Platz sitzen) bleibend: diese Leute lade ich nicht gern ein, sie werden immer so s. und finden kein Ende

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