Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

segnen

segnen, segnete, hat gesegnet
1. Rel.
a) jmdn., etw. s. für jmdn., etw. den Segen Gottes erbitten: der Pfarrer segnet die Gläubigen; die Eltern segneten ihr Kind; segnend die Hände (über jmdn.) ausbreiten; das Kreuzeszeichen über jmdn., etw. machen: Brot und Wein s. /übertr./ veraltend verhüll. jmd. hat das Zeitliche gesegnet (jmd. ist gestorben)
b) Gott segnet etw., jmdn. Gott schenkt Gnade, Glück, Gedeihen, Schutz für etw., jmdn.: Gott segnete die Treue des Chanoch ben Esra Le Fort Papst 14
2. geh. oft spött. jmd. ist mit etw. gesegnet jmd. ist mit etw. ausgestattet: damals war er noch nicht mit irdischen Glücksgütern gesegnet; sie war mit Scharfsinn gesegnet (begabt) /oft im Part. Prät./ geh. gesegnet reich, fruchtbar, gedeihlich: es war ein gesegnetes Jahr; die üppige Vegetation dieses gesegneten Landstrichs; ein gesegnetes (an landschaftlicher Schönheit reiches) Fleckchen Erde gesegnete Mahlzeit (wohl bekomm's)! gesegneten Leibes (schwanger) sein im gesegneten (hohen) Alter von 87 Jahren umg. einen gesegneten (gesunden, guten) Appetit, Schlaf haben
3. veraltend etw. s. glücklich sein über etw., dankbar sein für etw.: sie wird den Tag s., an dem sie diese Arbeit abgeben kann; Endlich kommt der gesegnete Morgen, an dem mir der Bote das kostbare Kistchen übergibt H. Mann 8,41 sich s. sich glücklich preisen: er segnete sich, daß er mit dieser verfahrenen Sache nie etwas zu tun hatte;

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Seerecht Siele
Zitationshilfe
„segnen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/segnen>, abgerufen am 30.09.2020.

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