Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

siedeln, Vb.

siedeln /Vb./
an einem bestimmten Ort ansässig werden
a) sich auf einem Stück Land niederlassen, (Wohn)bauten errichten und den Boden kultivieren: nach langer Wanderschaft siedelte der Stamm in diesem fruchtbaren Tal; die Einwanderer siedelten am Oberlauf des Flusses;
b) Neubedeut. DDR /heute bereits veralt./ eine durch Aufteilung von Großgrundbesitz entstandene Neubauernsiedlung übernehmen: Wie wir gesiedelt haben, haben wir uns das alles viel leichter vorgestellt. Mutter hatte einen Laden, Haushaltsartikel. Und dann kam der Aufruf, und wir sind aus unserem Ort als erste aufs Land Baierl Flinz 10
c) Zool. die lichtbedürftige Feldmaus siedelt (wohnt) nur im offenen Gelände K. Zimmerm. Säugetiere 27; geh. In den Ritzen siedelte Moos Kasack Stadt 145

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Seerecht Siele
Zitationshilfe
„siedeln“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/siedeln>, abgerufen am 23.09.2020.

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