Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

sprunghaft, Adj.

sprunghaft /Adj./
(oft und) plötzlich wechselnd, nicht stetig
a) unausgeglichen, unstet, zu unvermittelten, plötzlichen Handlungen neigend: er hat einen s. Charakter, ein s. Wesen; sie ist unberechenbar und s.;
b) rasch von einem zu einem völlig anderen Gedanken, Gesprächsthema wechselnd, unzusammenhängend: sie konnte der s. Unterhaltung nicht folgen; er erzählt s.; er denkt s. (nicht folgerichtig) Herrn Eschs sprunghaftes und reizbares Denken war nicht so leicht zu bändigen Broch Huguenau 31
c) ohne Zwischenstufen, plötzlich, unvermittelt: Obwohl der sprunghafte Wechsel der Situation ihn sehr erregt hatte Apitz Nackt unter Wölfen 358; d. Wasserstand, Temperatur, Realeinkommen, Bedarf, Umsatz von Modeartikeln, Verkehr steigt s. (an); der Fremdenverkehr, Protest, das Interesse für etw. wächst s. (an); die Besucherzahlen gehen s. in die Höhe; etw., jmd. entwickelt sich s. (diskontinuierlich, mit Unterbrechungen)

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