Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

strafen, Vb.

strafen /Vb./
jmdn. bestrafen
a) bes. süddt. österr. die Mutter straft das Kind; [der Beichtvater] mahnte und strafte ihn … ohne Schonung Hesse 5,294 (Narziß) ; war ihm nicht erinnerlich, daß er [als Kind] je wegen einer Lüge oder einer Täuschung gestraft oder gescholten worden wäre G. Keller 6,324 (Kleider machen Leute) ; Bitten half nichts … Strafen half nichts Fallada Wolf 1,73; geh. veraltend Welche Hilfe erwartest du von den Menschen, wo Gott uns gestraft hat? J. Roth Hiob 55; /übertr./ (mit etw.) gestraft sein Sorgen, Verdruß (mit etw.) haben: mit dieser Arbeit bin ich gestraft; spött. du bist wirklich ein gestrafter Mann (hast keinen Grund zur Klage)
b) jmdn. mit Verachtung s. (jmdn. nicht beachten) jmdn. strafend (mißbilligend, tadelnd) anblicken jmdm. einen strafenden Blick zuwerfen; jmdn. Lügen s. (nachweisen, daß jmd. gelogen hat) etw. straft etw. Lügen etw. beweist etw. als unwahr, falsch: der Erfolg straft seine Erwartung Lügen;

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