Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

stutzen, Vb.

1stutzen /Vb./
etw. kürzer schneiden, beschneiden, verkürzen: jmd. läßt sich die Haare, den Bart s.; er hatte dunkles, kurz gestutztes Haar, trug einen gestutzten Spitzbart; d. Hecken, Bäume, Sträucher waren streng, sorgsam (mit der Schere) gestutzt; man hat dem Pferd den Schwanz gestutzt; e. Dohle, Storch, Hahn mit gestutzten Flügeln; /bildl./ jmdm. die Flügel s. (jmds. Übermut dämpfen, jmds. Bewegungsfreiheit einschränken) /übertr./ das Stück wurde um alle Szenen gestutzt, die den historischen Hintergrund beleuchten; sie gaben sich mit den gestutzten (eingeschränkten) Rechten nicht zufrieden

WDG, 5. Band, 1976

stutzen, Vb.

2stutzen /Vb./
plötzlich (überrascht, erstaunt, verwundert, mißtrauisch) einen Augenblick lang anhalten
a) und stehenbleiben: auf halbem Wege stutzte er plötzlich und lauschte; Überall stutzten die eiligen Passanten, lasen das Plakat Kreuder Gesellschaft 158; das Pferd stutzte (scheute) bei dem Geräusch, vor dem Hindernis, Graben
b) aufmerken und innehalten, stutzig werden: sie blätterte in dem Tagebuch, stutzte plötzlich kurz und blätterte dann rasch weiter; sie stutzte einen Moment, als hätte sie schon zuviel gesagt; diese Frage, Reaktion ließ ihn s.; daß sie so verlegen war, machte ihn s.; ich stutzte, als ich seinen Namen las;

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Zitationshilfe
„stutzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/stutzen>, abgerufen am 28.09.2020.

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