Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

täuschen, Vb.

täuschen /Vb.,
vgl. täuschend / jmdn. t. jmdn. etw. Falsches glauben machen, jmdm. etw. vorspiegeln, was nicht den Tatsachen entspricht, jmdn. irreführen, betrügen: er hat seine Freunde (über seine wahren Absichten) getäuscht; er läßt sich nicht t., hat sich (von ihm) t. lassen; er ist leicht zu t.; jmdn. durch, mit etw. zu t. suchen; d. Schein, Erfolg täuscht (trügt) oft ihre bösen Ahnungen, Gefühle haben sie getäuscht; das Licht täuschte, es vergrößerte und … nichts war vertraut Remarque Zeit zu leben 30; Riebenlamm ist mein Name, aber der täuscht H. Kant Aula 32; wenn (mich) nicht alles täuscht, so …; wenn meine Augen mich nicht t. …; wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, dann …; sich t. eine falsche Meinung, Vorstellung von jmdm., etw. haben, sich irren: sie haben sich (in ihm) getäuscht; täuschst du dich (da, darin) nicht?; er täuschte sich über seinen Gesundheitszustand, seine wirkliche Lage, in den Schwierigkeiten, in der Uhrzeit; er täuscht sich (sehr), wenn er glaubt, daß …; ich kann mich auch, natürlich t., aber …; wenn ich mich nicht täusche, dann …; jmds. (positive) Erwartungen nicht erfüllen, jmdn. enttäuschen: er hat alle in ihn gesetzten Hoffnungen getäuscht; nie hatte eines je das Vertrauen des andern getäuscht Fallada Jeder stirbt 238; seine Erwartungen wurden getäuscht, haben ihn getäuscht; er sieht sich in seinen Hoffnungen getäuscht

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Zitationshilfe
„täuschen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/täuschen>, abgerufen am 07.08.2020.

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