Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

töten

töten, tötete, hat getötet
jmdn. gewaltsam ums Leben bringen: e. Menschen, Tier t.; jmdn. mit einem Dolch, mit einer Axt t.; jmdn. fahrlässig, vorsätzlich t.; Der Schreck hatte sie getötet Rinser Mitte 131; umg. wenn Blicke t. könnten! /Ausruf bei der Wahrnehmung eines feindseligen Blickes/ bibl. du sollst nicht t.; den Nerv eines Zahnes (schmerzlos) t. (unempfindlich machen) sich t. Selbstmord begehen: er hat sich aus Lebensüberdruß, mit Gift getötet; /bildl./ umg. etw. unwirksam, zunichte machen: eine Zigarette t. (zum Verlöschen bringen, ausdrücken) die Zeit t. (nutzlos verstreichen lassen) salopp jmdm. den Nerv t. (jmdm. auf die Nerven fallen) etw. tötet jmdn. etw. wirkt sich negativ, schädlich auf jmdn. aus: Lächerlichkeit tötet (zerstört jmds. Ansehen) Wenn ich nicht malen kann, tötet mich die Langeweile Dauthendey Acht Gesichter 107;

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Zitationshilfe
„töten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/töten>, abgerufen am 18.01.2021.

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