Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

türmen, Vb.

1türmen /Vb./
sich t. sich turmartig (übereinander) erheben, sich auftürmen: Aktenstöße t. sich auf dem Schreibtisch; auf der Erde türmten sich Koffer, Bücher (zu Bergen); an den Straßenrändern türmten sich bis zu fünf Meter hohe Schneewehen; /übertr./ sich stark häufen: vor ihnen t. sich Schwierigkeiten über Schwierigkeiten; vor ihm türmten sich neue Probleme; etw. t.: über jmdn. viele Decken t.; der Wirt türmte die Stühle auf die Tische; Bücher auf den Boden t.; Die Frauen räumen das Stroh fort und türmen es zu Ballen Uhse Tagebuch 163

WDG, 5. Band, 1976

türmen

2türmen, türmte, ist getürmt
salopp fliehen: bei Nacht und Nebel t.; nach N t.; Na, Wachtmeister, nehmen Sie ihm die Kette ab, er wird schon nicht türmen Fallada Blechnapf 470; sich eilig entfernen, ausreißen: [sie] prügelten uns aus dem Lokal raus … Wir türmten Welk Grambauer 116

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Zitationshilfe
„türmen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/türmen>, abgerufen am 01.12.2020.

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