Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

tappen

tappen, tappte, ist getappt/ hat getappt
1. mit unsicheren, unbeholfenen, plumpen Schritten, oft leise, dumpfe Geräusche erzeugend gehen, sich vorwärtstasten, bes. im Dunkeln(ist/ hat): hilflos sind, haben sie im Finstern getappt; /übertr./ umg. im dunkeln, finstern t. im ungewissen sein, nichts Genaues wissen: die Polizei tappte bei der Aufklärung des Verbrechens noch im dunkeln; irgendwohin t. (ist:) die Menschen sind mit vorgestreckten Händen durch den dichten Nebel getappt; wir tappten vorsichtig durch den dunklen Gang, Wald; er tappte wie traumwandlerisch aus dem Wirtshaus; die Treppe tappend hinaufsteigen; wir hörten tappende Schritte näherkommen; /übertr./ umg. blindlings in eine Falle, in sein Verderben t.
2. nach etw. t. nach etw. ungeschickt greifen(hat:) das Kind hat nach meinem Arm getappt; der Pudel tappte mit den Vorderpfoten nach ihr; ich tappte (suchte) im Finstern nach der Taschenlampe

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Zitationshilfe
„tappen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/tappen>, abgerufen am 04.08.2020.

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