Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

trauen, Vb.

1trauen /Vb./
1. jmdm., einer Sache Vertrauen, Glauben schenken: sie traute ihm, seinen Worten, der Sache nicht recht; seit diesem Vorfall traut er niemandem mehr; du kannst ihm t.; ich traute meinen Ohren nicht (glaubte, ich hätte mich verhört) umg. ich traute meinen Augen, Blicken nicht (war höchst überrascht), als ich ihn sah ich traue dem (Land)frieden nicht (habe Zweifel, Bedenken an der Sache) dem Braten nicht recht t. (mißtrauisch sein) jmdm. nicht über den Weg t. (mißtrauisch gegen jmdn. sein) salopp jmdm. nicht um die Ecke (nur sehr wenig) t. /sprichw./ trau, schau wem
2. sich t. /häufig verneint/
a) /mit zu + Inf. / sich wagen, etw. zu tun: sie traut sich nicht, bis ans andere Ufer zu schwimmen; ich traue mich, /selten/ mir nicht, zu fragen; umg. du traust dich, /selten/ dir nur nicht (hast keinen Mut dazu) sich viel, wenig t.
b) sich irgendwohin wagen: ich traue mich nicht aus dem Haus; der Junge traut sich nicht ins Wasser;

WDG, 5. Band, 1976

trauen, Vb.

2trauen /Vb./
jmdn. t. jmds. Ehe standesamtlich schließen oder kirchlich segnen: sie sind gestern standesamtlich, kirchlich getraut worden; sie haben sich t. lassen (haben geheiratet)

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Tragiker Typisierung
Zitationshilfe
„trauen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/trauen>, abgerufen am 22.09.2021.

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