trinken, trank, hat getrunken
Flüssigkeit zu sich nehmen, sich Flüssigkeit zuführen
a) langsam, bedächtig, genießerisch, mit kleinen Schlucken, hastig, gierig, in großen, vollen, langen Zügen t.; viel, wenig, gut essen und t.; etw. heiß, nicht zu kalt, angewärmt t.; sich satt t.; der Säugling trinkt gierig (saugt gierig an der Mutterbrust) jmdm. zu t. geben; jmdn. t. lassen; er trank aus einem Glas, Becher, Krug; aus dieser Tasse trinkt es sich so schlecht; die Spatzen t. aus der Wasserpfütze; wir tranken (das Bier) gleich aus der Flasche, (das Quellwasser) aus der hohlen Hand; wer hat (etwas) von dem Saft getrunken?; (ein Glas) Wasser, Selters, Limonade, Sekt, Wein, Wodka t.; ein Gläschen Likör, einen Schoppen (Wein) t.; das Kind will seine Milch nicht t., trinkt gerne Kakao; Katzen t. Milch; (eine Tasse, ein Kännchen) Kaffee, Tee t.; wir haben noch nicht Kaffee getrunken (die Zwischenmahlzeit am Nachmittag, das erste Frühstück eingenommen) salopp abwarten und Tee t. (haben wir Geduld)! er trank (nur) einen Schluck (davon); er will keinen Tropfen (Alkohol) mehr t.; er trinkt den Saft wie Wasser; er trank gern ein Gläschen (Wein); wir t. noch ein Glas, eine Flasche (Bier, Wein); sie wollen heute abend ein (Glas) Bier t. gehen; er hat ein Glas zuviel, umg. scherzh. (ein Glas, eins, einen) über den Durst getrunken (ist angeheitert, hat sich betrunken) umg. sein Glas ex t.; er hat die Flasche leer getrunken; es gab nichts, viel zu t.; ich möchte (gern, erst einmal) etw. t., (lieber, jetzt) nichts t.; umg. scherzh. dieser Wein läßt sich t. (schmeckt gut) salopp (mit jmdm.) einen, eins (ein Glas Bier, Schnaps) t. auf jmds. Wohl, Gesundheit t.; (mit jmdm.) Brüderschaft t. sich vornehmen, du zueinander zu sagen: er hat mit seinen Kollegen gestern abend Brüderschaft getrunken; /sprichw./ Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen; /bildl./ dicht. die trockene Erde trinkt den Regen; Emma war die erste, die mir … den Becher der Lust zu trinken gab Hesse 4,397 (Steppenw.) ; /übertr./ geh. etw. (in sich) t. etw. begierig, voll in sich aufnehmen, einsaugen, intensiv genießen: er trank die würzige Luft, das Licht der Sonne; er trank die Welt, das Leben in durstigen, vollen Zügen; seine Augen, Blicke tranken ihre Schönheit; Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, / Von dem goldnen Überfluß der Welt! G. Keller Abendl.; Er trank in sich das Bild der Stadt [Rom] Feuchtw. Jüd. Krieg 18; er trank (schöpfte) Trost, Kraft, Mut aus dem Anblick der unendlichen Weite des Meeres
b) (in großen Mengen) Alkohol zu sich nehmen, zechen: er hat (die ganze Nacht, wieder) getrunken; er konnte nicht mit dem Auto nach Hause fahren, weil er getrunken hatte; sie tranken, bis sie umfielen; umg. er trinkt wie ein Bürstenbinder; er wird sich noch arm, krank, zu Tode, um den Verstand t.; umg. jmdn. unter den Tisch, die Bank t. (so lange mit jmdm. zechen, bis er betrunken daliegt) gewohnheitsmäßig und in zu großen Mengen Alkohol zu sich nehmen: man sagt, er trinkt; er hat angefangen zu t.; er trinkt aus Kummer, Verzweiflung; er hat sich aufs Trinken verlegt, kann das Trinken nicht lassen;

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