Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

umfassen, Vb.

umfassen /Vb.,
vgl. umfassend /
I. ụmfassen, faßte um, hat umgefaßt landsch. bes. norddt. jmdn., etw. u. die Arme um jmdn., etw. legen: er faßte seine Mutter zärtlich um; Pinchen und Rosalie saßen umgefaßt in einer Ecke G. Hermann Jacoby 24
II. umfạssen, umfaßte, hat umfaßt
1. jmdn., etw. mit den Händen, Armen umschließen: er umfaßte seine Mutter; jmds. Hände, Schulter u.; sie umfaßten (umarmten) und küßten sich der Soldat hielt das Gewehr fest umfaßt; die Turnerin umfaßte d. Ringe, Holme; /bildl./ jmdn., etw. mit einem Blick u.; Sein Auge schien das Tal zu umfassen Klabund Bracke 190
2. etw. (mit etw.) rings umgeben
a) sie umfaßten das Gehöft mit einem Zaun (zäunten es ein) /bildl./ waldige Höhen u. (umsäumen) den Kurort
b) die gegnerische Stellung wurde von Süden, von zwei Seiten her umfaßt (umzingelt)
3. etw. umfaßt etw. etw. schließt etw. in sich ein, enthält etw.: die Bibliothek umfaßt mehrere 1000 Bücher verschiedener Fachbereiche; diese Ausgabe umfaßt alle Werke des Dichters; sein Aufgabengebiet umfaßt die deutsche Literatur von der Aufklärung bis zum Beginn der Klassik;

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ungebärdig
Zitationshilfe
„umfassen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/umfassen>, abgerufen am 24.11.2020.

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