Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

umkippen

umkippen, kippte um, hat umgekippt/ ist umgekippt
1. umfallen(ist)
a) das Übergewicht bekommen und umstürzen: d. Vase, Flasche, Weinglas ist umgekippt; d. Schrank, Leiter drohte (beim Transport) umzukippen; er ist mit dem Stuhl, Boot umgekippt;
b) umg. ohnmächtig werden: bei der großen Hitze, in dem Gedränge sind viele umgekippt; Er kippte wie eine große Puppe nach hinten um, während sein Hut herunterfiel Andersch Sansibar 167
2. /übertr./ umg. abwertend seine Meinung, Gesinnung überraschend ändern(ist): bei der Auseinandersetzung ist er schließlich doch noch umgekippt; ich hätte nicht vermutet, daß er so leicht u. würde
3. umg. etw. kippt um etw. schlägt plötzlich ins Gegenteil um(ist): die Stimmung im Saal kippte plötzlich um
4. (ist): jmds. Stimme kippt um (schlägt in eine andere Stimmlage um)
5. etw. umwerfen(hat): er hat (versehentlich) d. Tasse, Tintenfaß, Papierkorb umgekippt; der Sturm hat das Boot umgekippt;

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ungebärdig
Zitationshilfe
„umkippen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/umkippen>, abgerufen am 02.12.2020.

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