Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

umlegen, Vb.

umlegen /Vb./
I. ụmlegen, legte um, hat umgelegt
1. jmdm., sich /Dat./ etw. u. jmdm., sich etw. um den Hals, die Schultern legen, jmdm., sich etw. umhängen: jmdm., sich eine Decke, d. Schal, Pelz u.; sie hat sich eine Kette umgelegt; jmdm. einen Verband u. (anlegen)
2. etw. (der Länge nach) auf den Boden oder auf die Seite legen: eine Leiter, den Mast u.; der Schornstein des Schiffes wurde beim Durchfahren der Brücke umgelegt; der Regen hat das Getreide umgelegt (niedergedrückt) im Garten wurden die alten Bäume umgelegt (gefällt)
3. etw. umklappen: die Rückenlehnen der Autositze u.; Manschetten, den Kragen u. (umschlagen) ein Kalenderblatt u. (umwenden)
4. jmdn. u.
a) umg. jmdn. gewaltsam zu Boden werfen: er hat seinen Rivalen beim Ringen, Boxen umgelegt;
b) salopp derb jmdn. kaltblütig erschießen: Sie hatten ihn umgelegt und verscharrt Seghers 6,643 (Die Toten) ; die Gangster haben bei dem Raubüberfall zwei Personen umgelegt;
5. etw., jmdn. anders, an eine andere Stelle legen
a) e. Kabel, elektrische Leitung u.; die Eisenbahnschienen wurden umgelegt
b) einen Patienten u. (in ein anderes Zimmer legen, umquartieren)
6. die Kosten u. die Kosten anteilmäßig auf einen Personenkreis verteilen: die Ausgaben, Unkosten wurden auf alle Beteiligten umgelegt;
II. umle̱gen, umlegte, hat umlegt etw. mit etw. garnieren: der Braten ist mit Gemüse umlegt; Sardinen und Lachs waren mit Gurken umlegt;

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ungebärdig
Zitationshilfe
„umlegen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/umlegen>, abgerufen am 29.11.2020.

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