Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

umreißen, Vb.

umreißen /Vb./
I. ụmreißen, riß um, hat umgerissen jmdn., etw. zu Boden reißen, ungestüm umwerfen: der Sturm hat das Zelt umgerissen; das Auto hat einen Fußgänger umgerissen; die Badenden wurden von der Meeresbrandung umgerissen; der Hund hat seinen Herrn vor Freude fast umgerissen; der Baum riß beim Sturz mehrere andere Bäume mit um; e. Zaun, Verkehrsschild u. (niederreißen, zerstören) /übertr./ salopp er tut, als ob er alles u. wollte (als ob er alles allein schaffen könnte)
II. umre̱i̱ßen, umriß, hat umrissen etw. in Umrissen darstellen, in großen Zügen entwerfen, schildern: etw. kurz, mit wenigen Worten, in groben Zügen u.; er hat das Thema knapp umrissen; e. Situation, Problem u.; der Betriebsleiter hat in dem Rechenschaftsbericht die zukünftigen Aufgaben umrissen; /oft im Part. Prät./ ein klar umrissenes Programm; fest, scharf umrissene (ausgeprägte) Ansichten, Vorstellungen haben

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
ungebärdig
Zitationshilfe
„umreißen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/umreißen>, abgerufen am 28.11.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)