Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

umschreiben, Vb.

umschreiben /Vb./
I. ụmschreiben, schrieb um, hat umgeschrieben
1. etw. Geschriebenes noch einmal anders, neu (und besser) schreiben, umarbeiten: e. Artikel, Bericht, Aufsatz u.; er hat einige Kapitel des Buches noch einmal umgeschrieben; der Komponist hat das Streichquartett in eine Sinfonie umgeschrieben;
2. etw. schriftlich ändern, anders eintragen: e. Rechnung, Fahrschein u.; das Kind wurde in eine andere Schule umgeschrieben; etw. (auf jmdn., etw.) u.; etw. auf jmdn., etw. übertragen: er hat das Haus, sein Vermögen (auf den Namen seiner Tochter) u. lassen; eine Hypothek auf ein anderes Konto u.;
II. umschre̱i̱ben, umschrieb, hat umschrieben
1. etw. deutlich um-, abgrenzen, festlegen, bestimmen
a) in Worten: eine Aufgabe (mit wenigen Worten) u.; jmds. Rechte, Pflichten, Befugnisse (genau, kurz) u.; er versuchte, den Charakter seines Freundes zu u.;
b) Med. /nur im Part. Prät./ umschrieben lokalisiert: ein (genau) umschriebenes Ekzem; der Schmerz ist deutlich umschrieben;
2. etw. mit anderen, oft verhüllenden Worten ausdrücken: eine (peinliche, unangenehme) Sache geschickt u.; ein unschönes Wort (durch einen anderen Ausdruck) u.; Sprachwiss. den Genitiv durch eine präpositionale Fügung u.

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
ungebärdig
Zitationshilfe
„umschreiben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/umschreiben>, abgerufen am 24.11.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)