Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

umstellen, Vb.

umstellen /Vb./
I. ụmstellen, stellte um, hat umgestellt
1. etw. anders, an einen anderen Platz stellen: Bücher, Möbel u.; Figuren (auf einem Schachbrett) u.; die Fußballmannschaft wurde vom Trainer umgestellt; Worte in einem Satz u.; sie hat in dem Entwurf einige Abschnitte umgestellt;
2. ein Gerät, eine Anlage anders einstellen, umschalten: einen Hebel, d. Schalter, Weichen u.; die Uhr u. (die Zeiger der Uhr vor- oder zurückstellen)
3. etw., sich auf etw. anderes einstellen
a) etw., sich auf etw. u. etw., sich den Erfordernissen entsprechend verändern, zu etw. anderem übergehen: die Ernährung, eine Kost u.; die Produktion wurde (auf die Herstellung von Chemieerzeugnissen) umgestellt; der Betrieb hat auf Automation umgestellt; das Kaufhaus stellte (sich) auf Selbstbedienung um;
b) sich (auf etw.) u. sich veränderten Verhältnissen anpassen: er hat sich schnell umgestellt; er konnte sich nur schwer auf solche klimatischen Verhältnisse u.;
II. umstẹllen, umstellte, hat umstellt jmdn., etw. umringen, -zingeln: die Polizei umstellte das Haus; d. Stadt, Befestigungsanlage war von Truppen umstellt; die Jäger hatten das Wild umstellt; /bildl./ Das schöne Asyl … erschien ihm plötzlich von bösen, lauernden Mächten umstellt G. Hauptm. 1,245 (Quint)

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ungebärdig
Zitationshilfe
„umstellen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/umstellen>, abgerufen am 25.11.2020.

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