Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

unbewußt, Adj.

unbewußt /Adj./
nicht bewußt, ohne sich dessen bewußt zu werden, ohne daß es zum Bewußtsein kommt
a) instinktiv, rein gefühlsmäßig: er hat ganz u. gehandelt, das Richtige getan; eine u. Angst, Scheu;
b) ohne etw. mit voll aktivem Bewußtsein, in seiner Gänze erfaßt zu haben: er nahm das Gehörte u. auf, das Geschehene u. wahr;
c) nicht wissentlich, unbeabsichtigt: Unbewußt, ganz ohne es zu wollen, legte ich ihm … meinen Arm um die Schulter St. Zweig Amok 57; eine u. Kränkung; Humor ist eine … unbewußte Haltung H. Kant Aula 241; eine u. Komik;
d) /von S. Freud ausgearbeiteter, von der Tiefenpsychologie überbewerteter hypothetischer Begriff eines besonderen Bereiches ehemals bewußt gewesener, dann aber vergessener, verdrängter oder nie bewußt gewesener psychischer Prozesse, die funktional wirksam sind und das Bewußtsein beeinflussen können/ Der Psycholog des Unbewußten, Freud … [sagte:] das Seelenreich des Unbewußten, das Gebiet des Es ist der dunkle unzugängliche Teil unserer Persönlichkeit Th. Mann 10,505

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Zitationshilfe
„unbewußt“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/unbewußt>, abgerufen am 18.02.2020.

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