ver-,

verka̱u̱fen /Vb./
1. etw. gegen Zahlung einer bestimmten Geldsumme einem anderen als dessen Eigentum überlassen: etw. billig, (zu) teuer, mit Gewinn, Verlust, über, unter dem Wert v.; sie arbeitet im Warenhaus und verkauft dort Hüte (ist Verkäuferin für Hüte) in diesem Café verkauft man Kuchen auch außer Hause; im Kiosk auf dem Bahnhof werden Zeitungen, Blumen, Zigaretten und Süßigkeiten verkauft; er will sein Grundstück, seinen Photoapparat v.; er hat die Briefmarkensammlung günstig v. können; er hat sein Motorrad für 1000 Mark an einen Kollegen verkauft; etw. verkauft sich gut, schlecht, läßt sich schwer v. eine Ware läßt sich gut, schlecht, schwer absetzen: in einem milden Winter v. sich Wintersportgeräte außerordentlich schlecht; hist. jmdn. v.: auf dem Sklavenmarkt wurden die Neger (als Sklaven) an reiche Grundbesitzer verkauft; der Fürst verkaufte diese jungen Männer als Söldner an fremde Staaten; Polit. Ök. Das ganze System der kapitalistischen Produktion beruht darauf, daß der Arbeiter seine Arbeitskraft als Ware verkauft Marx Kapital 1,453; /übertr./ sein Leben teuer v., umg. seine Haut (möglichst) teuer v. (sich nach Kräften verteidigen) ; sie verkauft sich, ihren Körper (geht der Prostitution nach) jmd. verkauft seine Gesinnung, Meinung (jmd. ändert für Geld oder für bestimmte Vorteile seine Gesinnung, Meinung) jmd. ist verraten und verkauft (hilflos ausgeliefert, im Stich gelassen) er fühlte sich verraten und verkauft
2. salopp jmdn. für dumm v. jmdn. für dumm halten: du willst mich wohl für dumm v.?; du kannst mich nicht für dumm v. (ich bin nicht so dumm, wie du denkst) daß man, um diesen alten Herrn zu verkaufen (zu übertölpeln), sehr früh aufstehen müßte Kretzer Millionenbauer 30

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