ver-,

verknụ̈pfen /Vb./
1. etw., bes. Fäden oder Bänder, durch einen Knoten verbinden, etw. zusammenknüpfen: die beiden Enden eines Bindfadens v.; Fäden zu einem Netz v. /bildl./ seit ihrer Kindheit verknüpfte die beiden ein festes Band; der Dichter hat die Fäden der Handlung kunstvoll zu einem dichten Gewebe verknüpft; durch den Krieg war die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet empfindlich gestört, aber bald hatte man die Fäden wieder geknüpft; sich v. sich unbeabsichtigt zu einem Knoten verschlingen: zwei Fäden, die sich verknüpft haben, vorsichtig trennen;
2. zwei oder mehrere Teile
a) zu einem Ganzen verbinden: einzelne Szenen zu einem in sich geschlossenen Handlungsablauf v.; verschiedene Gesichtspunkte logisch v.;
b) in einen Zusammenhang bringen: diese Aufgabe war mit vielen Schwierigkeiten, manchen Unannehmlichkeiten verknüpft; die Erbschaft war mit folgender Bedingung verknüpft …; der Begriff der Klassik ist eng, untrennbar mit Weimar verknüpft; etw. verknüpft sich mit etw.: die Erinnerung an jene Kriegstage verknüpft sich für ihn mit der Vorstellung von Hunger und Tod;
c) etw. zugleich mit etw. anderem tun, erledigen: er hat die Dienstreise mit einem Besuch bei seinem ehemaligen Lehrer verknüpft;
d) etw. verknüpft jmdn. mit jmdm., etw. etw. verbindet jmdn. mit jmdm., etw.: Oder waren es vielleicht trotz allem tiefere Bindungen, die ihn mit diesem judäischen Weib verknüpften Feuchtw. Söhne 137; uns v. gemeinsame Interessen, Erlebnisse; jmd. ist mit jmdm. verknüpft: der Mann … mit dem sie verknüpft ist Feuchtw. Goya 427

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