versagen

versa̱gen /Vb./
1. etw. verweigern
a) jmdm. etw. nicht zukommen lassen, nicht gewähren, abschlagen: jmdm. seine Achtung, Anerkennung, Hilfe, d. Eintritt in die Wohnung, Gehorsam, Respekt, Gewährung einer Bitte, einen Wunsch v.; er konnte ihm seine Bewunderung, dem Plan seine Zustimmung nicht v.; der Arzt versagte (verbot) ihm jegliche Ausschweifung ein Kind war ihr versagt geblieben; das Betreten des Wintergartens war uns Kindern versagt;
b) sich etw. nicht zugestehen, auf etw. verzichten: er hat sich /Dat./ nie einen Wunsch, ein Begehren versagt, zu v. brauchen; er versagte es sich /Dat./, weitere Fragen zu stellen
c) geh. sich jmdm. nicht hingeben zu (geschlechtlichem) Verkehr: sie hatte sich ihm stets versagt;
2. nicht das Erwartete leisten
a) an einer Aufgabe scheitern: bei, in einer Prüfung v.; er hatte körperlich und geistig völlig versagt; die Unglücksursache lag in menschlichem Versagen; im letzten Augenblick, in der Stunde der Entscheidung v.; in Mathematik v.; da hatte die Kunst der Ärzte versagt;
b) etw. versagt etw. funktioniert nicht: d. Motor, Bremse versagte; sein Gedächtnis versagte (er konnte sich nicht erinnern) da versagte (verlor er) sein Bewußtsein seine Kräfte, Nerven versagten (ihm); ihre Stimme versagte vor Aufregung (sie konnte nicht sprechen) d. Atem, Sprache versagte ihm; meine Füße, Beine versagten mir den Dienst (mir war, als könnte ich nicht mehr laufen)

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …