Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

vorbehalten

vorbehalten(er behält vor), behielt vor, hat vorbehalten
1. sich /Dat./ etw. v. etw. für sich beanspruchen, sich etw. ausbedingen: er behält sich das Recht vor, in dieser Sache die letzte Entscheidung zu treffen; wir behielten uns gelegentliche Kontrollen, gegebenenfalls eine Änderung des Vertrages vor; hast du dir weitere Schritte, andere Möglichkeiten v.?; /im Part. Prät. in verkürzten Passivsätzen ohne Nennung des logischen Subjekts/ Änderungen v. (das Recht auf Änderungen wird im voraus geltend gemacht) alle Rechte v. /Vermerk in Druckerzeugnissen/
2. etw. ist jmdm. v. jmd. ist allein zu etw. berechtigt, befähigt: die Verteilung der Aufgaben ist dem Leiter v.; eigentlich war dieser Unterricht älteren Schülern vorbehalten Renn Kindheit 164; dem Redakteur ist die Überarbeitung des Textes v. es ist, bleibt jmdm. v., etw. zu tun jmd. ist der erste, der etw. tut, jmdm. bleibt es überlassen, etw. als erster zu tun: es blieb diesem großen Gelehrten v., die neuen Entdeckungen theoretisch zu begründen; es blieb der Nachwelt v., seine Träume zu verwirklichen; Ihnen war's vorbehalten, es ausfindig zu machen Th. Mann 7,761 (Lotte)
3. veraltend jmdm. etw. v. für jmdn. etw. bereithalten, reservieren: dein Zimmer wird dir vorbehalten Storm 7,148 (Schimmelr.) ; Veränderungen … die das Leben uns bei jeder Rückkehr vorbehält H. Mann 8,8

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Zitationshilfe
„vorbehalten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/vorbehalten>, abgerufen am 29.11.2020.

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