Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

vorbeigehen, Vb.

-gehen /Vb./
1. an jmdm., etw. v. auf eine Person, Sache zu-, neben dieser her- und wieder von ihr weggehen, vorübergehen: er ging an mir vorbei, ohne mich zu erkennen; an diesem Gebäude bin ich früher oft vorbeigegangen; beim, im Vorbeigehen warf er einen flüchtigen Blick auf die Auslagen; der Schuß ging am Ziel vorbei (verfehlte das Ziel, ging daneben) /bildl./ glücklicherweise ist die Gefahr an ihnen vorbeigegangen; /übertr./ etw. unbeachtet lassen, übergehen: der Künstler kann an der Wirklichkeit nicht v.; eine Entscheidung, die an den Tatsachen vorbeigeht; umg. im Vorbeigehen nebenbei, beiläufig: er erwähnt das in seinem Buch nur ganz im Vorbeigehen; das haben wir so im Vorbeigehen mit erledigt;
2. umg. bei jmdm., etw. v. jmdn., etw. kurz aufsuchen, wenn sich die Gelegenheit gerade ergibt: kannst du nicht bei ihr v. und das Buch zurückbringen?; als sie das nächste Mal in die Stadt kam, ging sie mit bei der Post, Buchhandlung vorbei;
3. vergehen, zu Ende gehen, vorübergehen: die vier Wochen werden schnell v.; als der Regen vorbeigegangen war, brachen sie auf; d. Kummer, Schmerz ging rasch wieder vorbei;

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Zitationshilfe
„vorbeigehen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/vorbeigehen>, abgerufen am 29.11.2020.

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