Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

wägen

wägen, wog/ wägte, hat gewogen
1. /wog, wägte/ geh. etw. sorgsam hinsichtlich seiner Bedeutung, seines Wertes vergleichend prüfen, etw. abwägen: jmds. Verdienste w.; Und wie er die Worte wägte Welk Hoher Befehl 294; das Für und Wider w.; mit kalter Hitze wurde Grund und Gegengrund gewogen Feuchtw. Narrenweisheit 360 man soll die Stimmen w. und nicht zählen (man soll sie nach ihrem Wert messen) /sprichw./ erst w., dann wagen (erst überlegen, dann handeln)
2. /wog/ österr. /im übrigen Sprachgebiet fachspr./ das Gewicht von etw. mit der Waage bestimmen, etw. wiegen: Substanzen, die er [der Radiochemiker] nicht sehen und nicht wägen … kann Wissensch. u. Fortschr. 1956
3. geh. veraltend das Gewicht (und die Güte) von etw. dadurch, daß man es in die Hand nimmt, schätzen: einen Brief, Edelstein in der Hand w.; er mußte offenbar gewohnt sein … die Münzen zwischen den Fingern zu wägen St. Zweig Novellen 2,306

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Wortfügung
Zitationshilfe
„wägen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/wägen>, abgerufen am 24.11.2020.

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