wanken, wankte, hat gewankt/ ist gewankt
1. sich schwankend bewegen und zu stürzen drohen(hat/ ist)
a) schwankend stehen(hat:) sie wankte und sank zu Boden; er wankte unter der Last; wankend lehnte er sich gegen die Tür; die Mauern wankten während des Bebens; der Boden wankte (bebte) unter seinen Füßen etw. kommt, gerät ins Wanken; Der bremst so scharf … der ganze Kistenaufbau kommt ins Wanken Fallada Bauern 520; /bildl./ In allen Klein- und Mittelstaaten wankten die Throne (waren die Herrschenden vom Sturz bedroht) Mehring Dt. Geschichte 187; seine Stellung ist ins Wanken geraten nicht w. und (nicht) weichen entgegen einem Einwirken fest stehenbleiben, sich nicht von der Stelle bewegen: es regnete in Strömen, aber die Wartenden wankten und wichen nicht; /übertr./ Die experimentellen Tatsachen … welche die klassische Theorie wankend gemacht und zu Falle gebracht haben Planck Weltbild 46; eine Hypothese, jmds. Auffassungen geraten ins Wanken;
b) schwankend gehen(ist:) er wankte zur Tür, aus dem Haus, auf ihn zu; Da wankt Faust auf die Bühne Storm 4,59 (Pole Poppensp.) ; wankenden Schrittes ging er durch die Straßen;
2. geh. in einer Auffassung, Meinung unsicher, schwankend sein(hat) /meist in den Wendungen/ wankend werden, jmdn. wankend machen, ins Wanken bringen: jmd. wird wankend in seinem Entschluß, seiner Meinung; Einflüsse anderer haben ihn wankend werden lassen, wankend gemacht; [er] ist nicht der Mann, sich durch abgeklärte Sentenzen ins Wanken bringen zu lassen Werfel Bernadette 148

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