Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

wegwerfen, Vb.

-werfen /Vb.,
vgl. -werfend /
1. etw., was man nicht (mehr) benötigt, nicht behalten möchte, irgendwohin werfen: etw. achtlos w.; eine Zigarette w.; Sie haben ihre Waffen weggeworfen Feuchtw. Tag 89; /bildl./ umg. das ist weggeworfenes (unnütz ausgegebenes) Geld Man wirft sein Leben nicht weg (begeht nicht Selbstmord) St. Zweig Amok 142; wenn ich ihn [den Gedanken] am Morgen nüchtern prüfte, warf ich ihn wieder weg (verwarf ich ihn wieder) Renn Krieg 176; etw. Wertloses, Überflüssiges in den Abfall werfen: alte Briefe, Schuhe w.; das ist zu schade zum Wegwerfen;
2. /übertr./ sich (an jmdn.) w. seine Liebe einem Unwürdigen schenken /bes. von einer Frau/: du gibst vor, du willst ihn nicht heiraten, nachdem du dich an diesen gemeinen Halunken weggeworfen hast G. Hauptm. Angermann II; sich erniedrigen, entwürdigen: Ich war es endlich müde, mich wegzuwerfen, Trauben zu suchen in der Wüste Rinser Gläserne Ringe 107;

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Zitationshilfe
„wegwerfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/wegwerfen>, abgerufen am 28.01.2022.

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