Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

weiden

weiden, weidete, hat geweidet
1. das Vieh weidet das Vieh sucht auf der Weide Nahrung: die Pferde, Kühe, Schafe w. (auf der Wiese, Koppel); die Ziegen w. lassen; weidende Herden; Es schien dem Vieh eine angenehme Abwechslung zu sein, Laub zu weiden (als Nahrung zu sich zu nehmen) Traven Baumwollpflücker 259
2. das Vieh w. das Vieh auf die Weide führen, dort Nahrung suchen lassen und es dabei beaufsichtigen: er weidet die Herde auf den Almen, Wiesen; die Hirten w. ihre Tiere auf den Berghängen;
3. sich an etw., jmdm. w. sich an etw., jmdm. freuen, ergötzen: geh. er weidete seinen Blick, seine Augen an ihr, an all der Pracht, den schönen Dingen; das Auge weidet sich an der schönen Stickerei, der herrlichen Landschaft; er weidete sich an seiner Verblüffung, Überraschung, seinem erstaunten Blick; abwertend Vergnügen am Leid, Unglück eines anderen empfinden: sich an jmds. Verzweiflung, Schmerz, Qual, Unglück, Elend, Furcht, Angst, Schrecken, Ohnmacht, Verlegenheit, Verwirrung w.;

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Zitationshilfe
„weiden“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/weiden>, abgerufen am 27.01.2022.

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