weisen, wies, hat gewiesen
1. irgendwohin w. irgendwohin zeigen, deuten: er wies (mit dem Finger) in die Ferne; diese Figur mit dem mahnend aufwärts weisenden Finger; er weist in die entgegengesetzte Richtung; Plötzlich jedoch kehrte er sich auf dem Absatz um und wies gegen den Monte Sant' Angelo Andres Liebesschaukel 28 jmdm. etw. w. jmdm. etw. zeigen: er wies ihm den Weg zum Markt, zum Büro des Direktors; /bildl./ jmdm. die Tür w. jmdn. scharf auffordern zu gehen, hinausweisen: Wenn dein Freund … noch einmal in unser Haus kommt, dann weise ich ihm die Tür Welk Grambauer 376; /übertr./ er hatte selbst den besten Weg gewiesen (auf die beste Möglichkeit aufmerksam gemacht, hingewiesen), ganz frei von ihm zu werden Jahnn Holzschiff 137
2. jmdn. irgendwohin w. jmdn. veranlassen, irgendwohin zu gehen: er wies die lärmenden Kinder aus dem Zimmer; /übertr./ er wurde von der Schule gewiesen; etw. von sich w. etw. ablehnen: er hat dieses Ansinnen (weit) von sich gewiesen; wegen ihrer angegriffenen Gesundheit mußte sie alle Mehrbelastungen von sich w.; sein Vorschlag ist nicht von der Hand zu w. (erscheint vernünftig) jmdn. in seine Schranken w. jmdn. zur Mäßigung ermahnen: Nicht einmal Effi wagte er schroff in ihre Schranken zu weisen H. Mann 9,363; er wies die Kinder zur Ruhe, Ordnung;
3. veraltend etw. wird sich w. etw. wird sich zeigen, erweisen: es wird sich w., ob er es ernst gemeint hat;

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