Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

wetzen

wetzen, wetzte, hat gewetzt/ ist gewetzt
1. etw. durch gleitendes Reiben auf einem Stein oder mit einem Stein schärfen, schleifen(hat:) e. Sense, Sichel w.; ein Messer (an einem Leder) w.; er wetzte die Axt am, mit dem Wetzstein; etw. an, auf etw. anderem bei dauernder Berührung hin- und herbewegen, reiben: der Vogel wetzte den Schnabel (am Ast, Gitter); er wetzte den Hinterkopf an der Wand Seghers Mann 102; er wetzte seine Schuhsohlen am Fußabtreter /bildl./ Seine Blicke wetzten sich an den meinen Seghers 5,64 (Transit) ; umg. seine Zunge (an einer Sache, jmdm.) w. über etw., jmdn. Übles reden: Gelegentlich wetzten sich lose Zungen an ihren lehrerinnenhaften Eigenheiten Rehfisch Hexen 575; sie wetzte ihre Zunge daran;
2. salopp eilig, hastig laufen, rennen(ist:) er wetzte um die Ecke, ist über die Straße gewetzt, wetzt durch die Gegend; er wetzt (geht) dauernd ins Kino; Die Etagenkellner wetzen über die Läufer F. Hartlaub Von unten gesehen 36; der kann aber w.!; wir sind vielleicht gewetzt (haben uns sehr beeilt)!

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Zitationshilfe
„wetzen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/wetzen>, abgerufen am 15.08.2020.

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